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Friedrich-Wilhelm-Tour Fehrbellin 01.05.2005
(Tourenbericht der Motorradgemeinde-Europa)
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Unser Abonnement auf gutes Wetter konnten wir
auch heute
einlösen. Entgegen der Vorhersage, daß
es morgens noch
tröpfeln sollte, hielt wieder einmal der strahlende
Sonnen-
schein den ganzen Tag an und zwischendurch war es
schon
fast zu warm.
Morgens an der Brücke trafen sich TinaTonka,
Yvonne (Baronin),
Dieter (Boxerlümmel/GS-Forum) mit Frau, Uwe
(Huey/GS-Forum),
Boris, Lutz und meiner Einer.
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Nach einer Runde Touren-Bonbons ging es zunächst
quer durch
Potsdam zur B273, die wir aber nördlich der Havel bei Uetz-
Paaren gleich wieder verließen - denn wer
fährt schon gern
Bundesstraßen? *schüttel*
Über Ketzin, Zachow, Roskow und Päwesin ging es weiter über
den Beetzsee nach Gortz und Butzow, wo wir eine erste kleine
Pause einlegten.
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Hinter Radewege drehten wir gen Norden ab und
erreichten
über Marzahne, Mützlitz, Gräningen
und Bamme schließlich
Rathenow, wo wir am dortigen Denkmal für Friedrich
Wilhelm
eine Pause einlegten.
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Im Gegensatz zur gestrigen Abfahrt der Strecke,
war der Platz
vor dem Denkmal heute aber belegt. Schließlich
war der 1. Mai
und den nutzte die örtliche SPD für einen
Werbeauftritt.
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Die Belagerung hatte aber auch etwas Gutes: weil
der Weg bis
zum Mittagessen in Hakenberg noch etwas lang war,
sorgten wir
bei dem Bratwurstbräter für einen unerwarteten
Umsatz. Wir
inhalierten ein paar von den Würsten nebst
Getränken und setzten
frisch gestärkt unseren Weg fort.
Dieser führte uns zunächst in Richtung
Norden auf der B102 und
kehrten auch ihr gleich wieder den Rücken zu,
um auf einem
schmalen Asphaltband eine Schleife zu drehen. Kurz
hinter einem
Ort, der den seltsamen Namen "Wassersuppe"
trägt, legten wir in
einem idyllischen Waldstück eine weitere Pause
ein - ja richtig:
Pausen haben wir heute eine ganze Menge gemacht!
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Hinter Witzke und Elslaake kehrten wir zurück
auf die B102 (die
wir eigentlich nur für ca. 1 km verlassen hatten,
um diese Runde
zu drehen) und gelangten weiter im Norden nach Rhinow,
wo wir
in östliche Richtung nach Stölln abbogen.
Den Lilienthal-Flugplatz
passierten wir und ließen für heute die
Illjuschin rechts liegen,
um kurz hinter dem Ortsausgang wieder gen Norden
abzudrehen.
Über Blumenaue, Giesenhorst und Dreetz kamen
wir nach Neu-
stadt/Dosse und fuhren vorbei an Kampehl (dem Ort
mit dem
unverwüstlichen Ritter Kahlbutz), um der B5
folgend bei Sege-
letz nach Nackel abzubiegen. Über Garz, Manker
und Walchow
ging es weiter nach Fehrbellin und gleich dahinter
- vorbei am
Schlachtfeld - erreichten wir Hakenberg. Kurz hinter
dem Orts-
ausgang verließen wir die Straße und
gelangten über die ausge-
baute Zufahrt an das Schlachtendenkmal, dessen Grundsteinle-
gung im Jahr 1875 erfolgte, dem 200. Jahrestag der
Schlacht
bei Fehrbellin.
Für Geschichte hatten wir aber nicht mehr viel
übrig, weil uns
der Hunger und die Erschöpfung sofort in das
örtliche Gasthaus
trieben - und das muß wohl auch der Grund
gewesen sein, wes-
halb ich vergaß, von dem Denkmal ein Foto
zu machen. :-(
Es ging also an die Tafel:
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- und die "Salatesser" waren heute
eindeutig in der Überzahl:
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Vom Essen -wie zu erwarten- noch müder schleppten
wir
uns nach etwa einer Stunde wieder zu unseren Moppeds.
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Es ging zurück in den Ort, um dort nach
Dechtow abzubiegen.
Durch das nördliche Havelland ging es über
Königshorst und
Deutschhof nach Dreibrück, wo wir in Richtung
Berge abbogen.
An dieser Biege aber legten wir eine ganz kurze
Pause ein, um
den vorbeifahrenden Autos ein wenig Vorsprung zu
geben.
Denn wir wollten doch freie Fahrt haben auf dem
nächsten
Straßenabschnitt: dieser wude auf den Namen
"Wassergeläuf"
getauft. Eine der Achterbahn in der Schorfheide
ähnliche
Strecke, mit dem Unterschied, daß die Berge
und Täler hier
nur eine Höhe von 1-2 m haben. Mit dem "richtigen"
Tempo
befahren, wird man hier glatt aus dem Sattel gehoben,
wenn
man sich nicht mit den Oberschenkeln am Tank festhält.
Es war
dementsprechend ein wilder Ritt!
Bei Berge verließ uns Uwe, der links in Richtung
Heimat abbog.
Der Rest der Truppe fuhr weiter gen Süden über
eine schöne
schmale Asphaltstrecke, die danach auf einen zweispurigen
Plattenweg überging. Zuvor legten wir aber
eine weitere kurze
Pause ein.
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Ab hier änderten wir auch die Gruppenpositionen.
Uns erwarte-
ten ein paar schöne "Rennstrecken"
und so wechselten die
schnelleren Fahrer weiter nach vorne.
Bei Wachow drehten wir Richtung Tremmen ab und von
dort
kamen wir zurück nach Etzin und Ketzin. Kurz
vor Potsdam bog
die schnelle Vorhut nach Falkenrehde ab. Weil der
Rest der
Truppe nicht mehr zu sehen war, warteten wir pflichtgemäß
an
der Kreuzung. Als erstes passierte uns Dieter mit
seiner Sozia,
die uns fröhlich zuwinkten und damit wohl zum
Ausdruck
brachten, nach Hause fahren zu wollen. Danach düsten
Boris
und Tina an uns vorbei und wir glaubten, daß
sie uns nicht gese-
hen hätten. Im Vertrauen darauf, daß
Boris eine Navi bei sich
hätte und damit allein zur Brücke zurückfinden
würde, setzten
wir die Fahrt über Potsdam zur Brücke
fort.
Dort angekommen bot sich ein fast chaotisches Bild.
Die Brücke
quoll über von Menschen und Moppeds. Die "Saisoneröffnung"
zog viele Biker an. Mit Live-Musik und einigen Ausstellern
(Suzu-
ki, Harley, BMW) und einem in den Wald hinein angelegten
klei-
nen Enduro-Park ging so richtig die Post ab.
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Und auch die "verlorenen Kinder" fanden
sich bald nach uns ein:
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Wir plauderten noch eine Weile und ein paar bekannte
Gesichter
trafen wir auch wieder.
Irgendwann gegen 21.00 Uhr (Wölfi und ich waren
inzwischen
allein) gab es dann den eigentlichen (zweifelhaften)
"Höhepunkt"
des Abends:
ein ziemlich durchgeknallter Dosenchauffeur mit
einem schwarzen
Cabrio glaubt wohl eine Show-Einlage hinlegen zu
müssen. Regel-
mäßigen Brücken-Gängern ist
dieses Spektakel nur allzu bekannt.
Diesmal klappte es mit der Show aber nicht so richtig:
mit quiet-
schenden Reifen schoß der Wagen vom Kronprinzessinenweg
kommend nach Rechts in die Spanische Allee hinein.
Der Anblick
eines entgegenkommenden LKW schockte den Autofahrer
aber
derart, daß diese die Kontrolle über
den Wagen verlor, sich ein-
mal drehte und voll in die Front des LKW krachte.
Mit einem
lauten Knall und kurzgeschlossener Hupe kam der
Wagen zum
Stehen. Bei dem Menschenauflauf konnte der Fahrer
wohl von
Glück sagen, daß er niemanden verletzt
hattee und auch die ge-
parkten Bikes keinen Schaden davon trugen. Es gab
natürlich ein
riesen Gejohle und die versammelten VW-Golf-Tuning-Junkies
kamen von der Tankstelle angerannt.
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Aber wie gesagt: Hauptsache war, daß niemand
verletzt wurde.
Und so kann diese Story unter "Dosenspinner"
abgehakt werden,
die es an der "Spinnerbrücke" halt
auch gibt.
Jedenfalls zeigte die Uhr glatte 250 km an. Daß
wir aber volle acht
Stunden unterwegs waren (Durchschnittstempo 31,25
km/h), sagt
mir, daß ich demnächst die Pausen wohl
drastisch reduzieren
muß. ;-)
Also bis zum nächsten Mal - bei der Gelegenheit:
kommenden
Sonntag gibt es keine Tour, da ist das Sicherheitstraining
in
Jüterbog.
Gruß Ron |