Ausfahrt Polen 5.09.2004
(Tourenbericht der Motorradgemeinde-Europa)

Polska ahoi!

Die Sorge vor den "bösen" Straßen Polens hielt die Gruppe heute recht klein. Morgens trafen sich an der Brücke nur (von alt nach jung) Helmut, Micha, Lutz und meiner Einer.

Zwar überlegten wir noch, ob wir die Anfahrt mit einem Rutsch über die Autobahn abkürzen wollten, entschieden uns aber doch für die schönere Tour über die Dörfer.

Und so starteten wir bei Super-Sonnenschein und warmen Temperaturen über A115, Güterfelde, Großbeeren und Blankenfelde und stießen hinter der B96 über Groß Machnow und Mittenwalde auf die B246, der wir bis Beeskow folgten. Zwischendurch gab es eine erste kurze Pause:

Über die B87 ging es weiter Richtung Frankfurt und fuhren auf der A12 über die Grenze. Die erste Gelegenheit nahm Micha dann wahr, um zu tanken (ja, ja, so ist das eben mit einem 14l-Tank).

Die anderen überlegten zwar auch, schnell noch Sprit zu fassen, aber angesichts der langen Schlangen wollten wir doch zunächst weiter. Kaum wieder auf der Straße begegnete uns aber wieder eine Tankstelle, die verführerisch leer war und so folgte ein zweiter Tankstopp.

Von Stubice ging es die Schnellstraße 31 in Richtung Kostrzyn (Küstrin). Bei Drzecin fanden wir einen kleinen Imbiss, wo wir einen ebensolchen einnahmen. Es gab Bratwurst und Schaschlik.

Es ging weiter bis hinter Mieszkowice, wo wir in Richtung Moryn abbogen. Am gleichnamigen See legten wir eine weitere Pause ein. Der See lud zwar zu einem Plansch ein, aber außer mir wagte sich niemand von den älteren Herrschaften in die Fluten.

Vielmehr belächelten Sie meine Springstein-Würfe.

Wir fuhren weiter über Cedynia und Bielinek über eine zwar mit Rollsplitt versehene- aber trotzdem wunderschöne schmale Straße, die sich durch Wälder und Felder windete.

Bevor wir in Krajnik-Dolny Polen wieder verließen, nutzten wir die Gelegenheit noch zu einem kurzen Tabak-Shopping.

Wieder auf deutschem Boden legten wir in Schwedt eine Kaffeepause ein. Ich erspähte das Café inmitten einer Fußgängerzone und so mussten wir leider die StVO ein wenig strapazieren, um zu unserem Kaffee und Kuchen zu gelangen.

Ich verrate jetzt natürlich nicht, wer das Doppelstück genommen hat und wer die Diabetiker-Schnitte!

Inzwischen war es schon nach sechs und so spurteten wir in Richtung Berlin. Es ging in flottem Tempo über die neu ausgebaute B2 in Richtung Angermünde, wo wir dank vieler Lichthupen entgegenkommender Autos unbeschadet eine Laser-Falle passieren- und die enttäuschten Beamten frech grüßen konnten.

Über die B198 ging es hinter Joachimsthal östlich am Werbellinsee entlang, um über den Waldweg und Achterbahn nach Groß Schönebeck zu kommen und dann durch die Böhmer Heide nach Hammer und Liebenwalde.

Bei Liebenberg bogen wir nach Nassenheide ab und weil es inzwischen doch spät geworden war, trennten wir uns dann langsam. Micha fuhr weiter auf der B96 und der Rest über den Autobahnzubringer nach Berlin.

Alles in allem waren es heute etwa 420km, die zum Teil (wegen der kleinen Gruppe) sehr zügig zurückgelegt wurden. Die Straßen in Polen waren übrigens in bestem Zustand! Könnte sein, daß es einer der letzten richtig sonnigen und warmen Sonntage in dieser Saison war. Aber es gibt ja kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung! In diesem Sinne bis nächsten Sonntag!

Gruß Ron